Freiwillige Versicherung für Selbständige attraktiver

Rückweg in die gesetzliche Krankenversicherung nur eingeschränkt möglich

 

Hauptberuflich tätige Einzelunternehmer, Freiberufler, Mitunternehmer von Personengesellschaften und beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer sind in der Regel nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Unternehmensgründer können jedoch wählen, ob sie sich freiwillig gesetzlich oder privat versichern. Wurde einmal die private Krankenversicherung gewählt, ist der Rückweg in die gesetzliche Versicherung nur sehr eingeschränkt möglich.

Vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird (wieder) pflichtversichert, wer

  • die Selbständigkeit aufgibt,
  • eine nichtselbständige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnimmt und
  • ein beitragspflichtiges Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze erzielt (60.750 Euro in 2019).

Nach Vollendung des 55. Lebensjahres ist eine gesetzliche Versicherung nur noch über die Familienversicherung (§ 10 SGB V) möglich, wenn

  • die Selbständigkeit aufgegeben wird,
  • der Ehe-/eingetragene Lebenspartner gesetzlich krankenversichert ist und
  • das Gesamteinkommen des Familienversicherten (einschließlich Miet- und Kapitaleinkünfte) 445 Euro pro Monat nicht übersteigt (in 2019) oder in einem Mini-Job maximal 450 Euro monatlich verdient werden.

Rentner sind (auch nach einem erfolgreichen Wechsel zur gesetzlichen Krankenversicherung) nur dann in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) pflichtversichert, wenn bestimmte Vorversicherungszeiten in der gesetzlichen Krankenversicherung erfüllt werden. Dazu wird der Zeitraum zwischen der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit und der Stellung des Rentenantrags betrachtet. Entscheidend ist die zweite Hälfte dieses Zeitraums. Hiervon müssen mindestens 9/10 der Zeit mit Pflichtversicherung, freiwilliger Versicherung oder Familienversicherung nachgewiesen werden. Werden die Vorversicherungszeiten nicht erfüllt, ist zwar eine freiwillige Weiterversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung möglich. Der Rentner muss dann aber auch auf alle Nicht-Renteneinkünfte Beiträge entrichten.

Beiträge werden nach tatsächlichem Einkommen berechnet

Auch freiwillig gesetzlich krankenversicherte Selbständige zahlen Beiträge auf Grundlage ihres persönlichen Einkommens, maximal bis zur jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenze (54.450 Euro in 2019). Die Zahlungen werden zunächst auf Basis des letzten Einkommensteuerbescheids (vorläufig) geleistet. Mit der Veranlagung zur Einkommensteuer für das jeweilige Vorauszahlungsjahr kommt es dann zur endgültigen Festsetzung der Krankenkassenbeiträge und zu Nachzahlungen oder Erstattungen.

Mindestbemessungsgrundlage wurde halbiert

Freiwillig gesetzlich Krankenversicherte mit geringem Einkommen zahlen nur einen Mindestbeitrag in Höhe von 14,6 % der Mindestbemessungsgrundlage. Diese wurde 2019 auf den neunzigsten Teil der monatlichen Bezugsgröße abgesenkt und beträgt nur noch 1.038,33 Euro (2018: 2.283,75 Euro). Damit müssen Selbständige mit sehr geringen Einkommen nur noch einen monatlichen Mindestbeitrag in Höhe von 151,60 Euro (2018: 333,43 Euro) zzgl. des kassenindividuellen Zusatzbeitrages zahlen.

(Stand: 30.04.2019)

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